Linux-Distributionen » Debian

ID #1258 Debian: Message of the Day (motd)

Problem:

Die Datei /etc/motd wird bei jedem Shell-Login angezeigt:

Login: root
Password: 
Linux server1 2.4.26-1-386 #2 Sat May 1 16:31:24 EST 2004 i686 GNU/Linux
root@server1:~> 

Hierbei steht motd für message of the day und sollte ursprünglich für kurze Nachrichte des Administrators für seine User dienen. Inzwischen hat sie aber ausgedient.

Unter Debian werden über die motd bei jedem Login die aktuellen Kernel- und Reboot-Daten ausgegeben. Bei mehreren Shell-Usern auf einem Server kann es gewisse Gründe geben, diese Ausgabe verhindern zu wollen.

Lösung:

In älteren Debian Versionen (Sarge und Woody) ist es recht einfach:
In der Datei /etc/default/rcS muß lediglich der Parameter EDITMOTD auf no (klein geschrieben) gesetzt werden:

EDITMOTD=no

Beim aktuellen Debian 4.0 Etch ist diese Einstellung zwar noch vorhanden aber wirkungslos. Dafür hat sich aber auch die Datei /etc/motd geändert und ist ein Symlink auf /var/run/motd welche bei jedem Reboot von /etc/init.d/bootmisc.sh unter Einbindung von /etc/motd.tail erstellt wird.
Die Lösung hierfür ist also einfach den Symlink umzubiegen auf eine eigene Datei:

rm /etc/motd
ln -s /etc/motd-meine /etc/motd

 

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huschi, zuletzt 2007-09-20 08:45     Artikel ausdrucken Artikel weiterempfehlen Als PDF-Datei anzeigen

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Kommentar von Rob (2012-03-13 20:16:42):
Der korrekte Befehl für das erneute Verlinken der motd lautet:

# ln -sf /etc/motd.meine /etc/motd

Besser ist es aber, die motd.tail zu verwenden und danach wie in /etc/init.d/bootlogs zu erstellen, dann braucht man nicht auf den nächsten Neustart zu warten:

# uname -snrvm > /var/run/motd
# cat /etc/motd.tail >> /var/run/motd

hth,

Rob